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Slow Cooker – Geschmack braucht keine langen Garzeiten

Immer mehr Menschen frönen dem Slow Food – diese Ernährungsweise stellt im Grunde das genaue Gegenteil zum Fast Food dar. Demzufolge werden ungesunde Nahrungsmittel schlichtweg vermieden und gesunde Zutaten bevorzugt. Um diese Lebensmittel schonend und gerecht zu garen wird sich gesonderten Hilfsmittel bedient, wie zum Beispiel einem Slow Cooker. Dieses Gerät agiert ähnlich wie ein Dampfgarer oder Schnellkochtopf und ermöglicht vitaminschonende Zubereitungen. Doch was macht diesen Schongarer so besonders und worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Was ist eigentlich ein Slow Cooker genau?

Die Bezeichnung Slow Cooker stammt aus dem Englischen bedeutet nichts anderes als „Langsamgarer“. Und dies tut er in der Tat: die Speisen werden in einem Topf bei recht niedrigen Temperaturen – in der Regel unter dem Siedepunkt – zubereitet. Der Topf selbst ist zumeist von Innen beschichtet und mit einem Deckel versehen. Das Hitzeelement besteht aus Edelstahl, um die Wärme besser zu speichern. Die Topfeinheit kann für den Serviervorgang ganz einfach dem Gerät entnommen werden und ermöglicht weiterhin nach der Mahlzeit eine hervorragende Reinigung.

Warum brauche ich überhaupt einen Slow Cooker?

Beim Garen gehen die meisten Vitamine, Mineral- und Nährstoffe verloren. Das ist für den menschlichen Organismus alles andere als zuträglich. Werden die Speisen hingegen bei niedrigen Temperaturen wie beispielsweise um 60°-90° Celsius zubereitet, bleiben wertvolle Vitamine erhalten.

Der Slow Cooker wird in Fachkreisen auch gern als Crock Pod oder Crocky bezeichnet – damit lassen sich Speisen wie Braten oder Fisch besonders sanft garen. Das Ergebnis: saftiges Fleisch, welches noch intensiver schmeckt und voller Nährstoffe steckt.

Hinweis: vor allem für Personen, die an Magenproblemen leiden, ist diese Form des Kochens besonders geeignet. Die Speisen enthalten wesentlich mehr Aroma, Mineralstoffe und Vitamine und sind deshalb sehr bekömmlich.

 

Slow Cooker? Das dauert ja ewig!

Zugegeben: Slow Cooking ist nicht für Personen geeignet, die ständig im Stress und somit auch ungeduldig sind. Der Slow Cooker benötigt eine gewisse Zeit, um die Lebensmittel zu einer genussvollen Mahlzeit zuzubereiten. Dafür lohnt sich der Aufwand, kann bei der Niedriggarung nichts anbrennen und bleiben wertvolle Nährstoffe bestens erhalten.

 

Vorteile Slow Cooker Nachteile Slow Cooker
Schonende und vitaminreiche Zubereitung von Speisen Zusätzliche Anschaffungskosten
Spülmaschinenfester Serviertopf vorhanden Bietet kaum Zusatzfunktionen wie beispielsweise beim Multicooker
Hervorragende Garergebnisse Nicht für gefrorene Zutaten geeignet
Keine weiteres Zubehör von Nöten

 

Welche Unterschiede gibt es zwischen anderen Garern?

Im Handel werden tatsächlich unterschiedliche Formen von Garern angeboten. Dabei sollte jedoch zwischen den Gartypen differenziert werden. Der Slow Cooker hat andere Vorteile zu verzeichnen als ein Dampfgarer oder Sous Vide Garer.

  • Dampfgarer – die Lebensmittel werden keinem Wasser, sondern lediglich Wasserdampf ausgesetzt. Dieser Garer kann auch mit gefrorenen Zutaten arbeiten, ist jedoch recht groß und erfordert etwas mehr Platz.
  • Sous Vide Garer – dieser Garer verwendet keinen Wasserdampf, sondern benötigt tatsächlich Wasser. Die vakuumierten Lebensmittel garen bei geringen Temperaturen – auch gefrostete Lebensmittel können vorbereitet werden.
  • Multicooker – ist eine Mischung aus Dampfgarer, Reiskocher sowie Slow Cooker. In ihm können neben Fleisch-, Fisch- und Gemüsespeisen auch Backwaren oder Joghurt zubereitet werden.

 

Das sollte beim Kauf beachtet werden

Selbstverständlich werden auch im Bereich des Slow Cookers verschiedene Modelle im Handel angeboten. Die meisten Geräte bestehen aus Edelstahl, die mit Kunststoff oder Glas kombiniert wurden. Der herausnehmbare Topf, der auch als Servierschüssel genutzt werden kann, bildet das Herzstück. Hier kann nichts anbrennen, was den niedrigen Temperaturen und der praktischen Antihaftbeschichtung zu schulden ist.

Wichtig ist jedoch bei der Anschaffung das Volumen und somit das Fassungsvermögen zu kontrollieren. Die meisten Slow Cooker sind mit einem Volumen von ca. 4 Litern ausgestattet und erfreuen somit eine 4köpfige Familie. Für Singles reichen hingegen Gerätschaften mit einem Fassungsvermögen von round about 2 Liter locker aus.

Hinweis: je größer die Lebensmittel, desto länger benötigt der Slow Cooker für die Garung. Daher sollten die Zutaten möglichst klein geschnitten werden.

 

Gadgets, die sich bezahlt machen

Ein Slow Cooker hat eine Menge zu bieten, daher sollten sich Käufer bereits vor dem Erwerb mit den unterschiedlichen Gadgets auseinandersetzen.

 

Timer
Die meisten Cooker ziehen mit einem LCD-Display und einem Timer ein. Über diese Funktionen können Temperaturen sowie Garprogramme erwählt werden. Dank diese Maßgabe gelingen Speisen und Kochzeiten können geschickt ausgenutzt werden.

Energiesparmodus
Beim Slowcooking ist nicht nur vitaminreiches Kochen wichtig, sondern auch das Sparen von Energie. Die meisten Geräte kommen mit 150 bis 400 Watt aus und zählen somit zu den stromsparenden Varianten im Bereich der Küchengeräte.

Kontrollleuchten
Wird das Gerät in Betrieb genommen, zeigt eine Leuchte die Aktivität an. Das macht sich recht gut, kann hier auch die Abschaltautomatik bewusst genutzt und wahrgenommen werden. Anschließend arbeitet die Warmhaltefunktion, die dafür sorgt, dass die Mahlzeit nicht weitergart, aber eine gewisse Temperatur erhält.

Tipp: auch wenn es verlockend erscheint, so sollte doch der Deckel des Slow Cookers während des Garvorganges nicht öfter als notwendig geöffnet werden. Wird dies übergangen, so entweicht nur unnötige Hitze und die Kochzeit verlängert sich.

Welches Gerät ist ideal?

Ob Eintopf, Schmorkraut oder Nackenbraten – der Slow Cooker kann zahlreiche Speisen zaubern und Genuss pur gewähren. Allerdings stehen den Interessierten im Handel eine Vielzahl von Geräten zur Verfügung. Da keimt recht schnell die Frage auf, welcher Cooker nun der Beste ist. Hier muss individuell entschieden werden, da unterschiedliche Bedürfnisse zu erfüllen sind. Im Folgenden werden die besten Langsamgarer detailliert aufgelistet.

 

Modell Fassungsver-mögen Leistung Timeranzeige Material Preis Testnote
Crock-Pot Schongarer Ca. 6 Liter 250 Watt Vorhanden Edelstahl Ca. 90€ Sehr gut mit 1,3
Andrew James Schongarer Ca. 7 Liter 320 Watt Vorhanden Edelstahl Ca. 52€ Gut mit 1,7
Syntrox Germany Ca. 7 Liter 320 Watt Vorhanden Edelstahl Ca. 70€ Gut mit 1,9
Russel Hobbs 19790-56 Ca. 4 Liter 200 Watt Nicht vorhanden Edelstahl Ca. 35€ Gut mit 1,9
Morpy Richards 48703 Ca. 4 Liter 163 Watt Nicht vorhanden Edelstahl Ca. 44€ Gut mit 2,1

 

Pflegetipps für den Schongarer

Zwar ist der Slow Cooker in der Anschaffung nicht so teuer wie zum Beispiel ein Schnellkochtopf, dennoch sollte bei der Reinigung nicht mit zu aggressiven Bürsten oder Mitteln gearbeitet werden. Da die meisten Schongarer mit einer Antihaftbeschichtung versehen sind, reicht oftmals schon ein Ausspülen mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel. Die meisten Servierschüssel sind sogar spülmaschinenfest und bieten somit komfortable Möglichkeiten der Reinigung.

So gelingen Speisen mit dem Slow Cooker

Der Slow Cooker bietet sich für eine ganze Bandbreite an Speisen an – so können Eintöpfe, Braten, Fisch und natürlich auch Gemüse und Obst spielend einfach zubereitet werden. Allerdings lassen sich viele Gerichte am besten wegen der unterschiedlichen Garzeiten getrennt voneinander garen.

Welche Lebensmittel sind am besten geeignet?

Idealerweise lassen sich Gemüse und Fleisch im Slow Cooker zubereiten. Weniger empfehlenswert ist Pasta oder Speisen, die mehr Zeit erfordern wie

  • Rote Bohnen
  • Cous-Cous
  • Meeresfrüchte
  • TK-Produkte

und ähnliches. Weiterhin sollte daran gedacht werden, dass einige Zutaten längere Garzeiten benötigen als andere. Möhren oder Kartoffeln bedürfen beispielsweise bei niedrigen Temperaturen einfach längere Zubereitungszeiten. Dabei ist darauf zu achten, dass immer ausreichend Feuchtigkeit im Topf gegeben ist.

Tipp: Flüssigkeit ist auch beim Slow Cooking wichtig – es sollte dennoch nicht zu viel Wasser oder Brühe hinzugefügt werden, da ansonsten nichts verdampfen kann.

Der Slow Cooker arbeitet mit niedrigen Temperaturen und benötigt somit mehr Zeit, um Lebensmittel zu garen. Dafür bleiben die Speisen vitaminreich und sorgen für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse. Zwar lassen sich nicht direkt ganze Menüs zaubern, dafür sind gelingsichere und stromsparende Speisen garantiert – für eine gesündere und kulinarische Ernährungsweise.